VitaminC-Infusionen
Vitamin C war lange als 'der' Immunmodulator schlechthin bekannt, dabei unterschätzt: die Funktion als starkes Reduktionsmittel. Es reduziert s.g. 'freie Radikale' (reaktionsfreudige Verbindungen, die Zellen angreifen und zu Mutationen und Krebs führen) indem es sie mit 'frischen' Elektronen versorgt, neutralisiert und unschädlich macht. Daneben ist Ascorbinsäure für die Synthese von ATP und Adrenalin, die Eisenaufnahme, die Kollagenbildung, das Bindegewebe und die Wundheilung elementar. Der Nutzen einer Hochdosisinfusion ist vielseitig: zur Infektabwehr, zur Regeneration, bei chronischen Leiden oder Anti-Aging durch Kompensation von oxidativem Stress.

thnx I'll eat an apple instead..
..zwischen der Wirkung eines Apfels und einer Hochdosisinfusion liegen Welten. Ein 200g schwerer Apfel enthält ca 10 bis 50mg Vitamin C, die Standartinfusion 7,5g - also mehr als das Hundertfache.
Während eine Überdosierung wie bei allen wasserlöslichen Vitaminen unwahrscheinlich ist, kann der individuelle Tagesbedarf anhand von Konstitution, Arbeitsbelastung, Alter und Gesundheitsstatus hinterfragt werden. Allein Rauchen erhöht ihn um ca 50%. Dabei legen Studien nahe, dass eine überdurchschnittliche Vitamin C-Zufuhr das Risiko von Krebs- und Herz/Kreislauferkrankungen, die beiden häufigsten Todesursachen hierzulande, deutlich senkt.

'cause an apple a day keeps the doctor away.
Nope. Industrielle Lebensmittel und moderne Lebensweise führen vielerorts zu einem erhöhten Bedarf, der häufig nicht wahrgenommen wird. Erschöpfung, Infektanfälligkeit oder Wundheilungsstörungen sind die Folge. Zwar wird Ascorbinsäure in Lebensmitteln wie Marmelade, Wurst und Säften als Konservierungsstopff zugesetzt, jedoch nicht in den Mengen, die für eine ausreichende Versorgung notwendig sind.
Wer seinem Körper viel abverlangt, sollte ihn ausreichend versorgen.

Evolutionäre Besonderheit
Menschen gehören zu den wenigen Säugetierarten die Vitamin C nicht selbst produzieren und sind daher auf externe Zufuhr angewiesen.
Zwar hat der menschliche Körper im Laufe der Zeit spezifische Transporter entwickelt, um die passive Aufnahme durch Diffusion zu unterstützen, diese sind jedoch nur in einem Bruchteil des Darmes zu finden und werden mit steigender VitaminC-Zufuhr immer langsamer. Weitere Aufnahmemechanismen sind ähnlich ineffizient, sodass trotz unterschiedlicher Wege, bei erhöhtem Bedarf und theoretisch genügender Zufuhr keineswegs von einer ausreichenden Versorgung ausgegangen werden kann.
Unsere moderne Lebensweise, oft geprägt von Stress, Lärm, Schlaf- und Bewegungsmangel, FastFood, Rauchen, Trinken, chronischen Leiden oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme bedingen einen deutlich höheren Verbrauch von Antioxidantien als zu der Zeit, in der sich dieses System entwickelte. Hinzu kommt, dass wir nicht mehr kontinuierlichen über den ganzen Tag verteilt Beeren und Nüsse zu uns nehmen, was die Transporter optimal auslasten würde, sondern eher viel auf einmal gegessen wird, was einer guten Verwertung nicht dienlich ist.
Daher sollen wir laut WHO auch fünf Portionen Obst pro Tag essen. Hand aufs Herz: Wer macht das?
Supplements rutschen schnell durch, sind oft zu niedrig dosiert und sollte mal eine ausreichend große Menge Vitamin C zur Verfügung stehen, kann diese nur unzureichend aufgenommen werden. Wen wundert's, dass da nicht nur die Synthese- , sondern auch die Speicherkapazitäten eher rudimentär ausgeprägt sind. Ohne Überschuss nichts zum Einlagern, ohne Speicher keine Puffer, so kann die Hypovitaminose (bei wochenlangem Fasten) zum Tod führen.
Die multiplen Stoffwechselprozesse, in die Vitamin C eingebunden ist, sind neben der Infektabwehr, der Synthese der Stresshormone Adrenalin und Cortison sowie dem permanentem Abfangen freier Radikale ein weiterer Grund des Dilemmas. Schlechte Aufnahme bei vielseitiger Anwendung macht den Mangel zum Normalzustand. Wir fühlen uns abgeschlagen und kraftlos, ermüden schneller und sind infektanfälliger. Das erklärt die Wirkung der Infusion. Dass sie in vielen Energiemangelzuständen dabei hilft, Krankheit abzuwenden/ zu überwinden, Selbstheilungskräfte reaktiviert und dabei womöglich entscheidender, da limitierender Faktor ist, liegt nahe.
Was ist das Besondere an der Infusion?
Dank der hohen Bioverfügbarkeit (Verwertbarkeit durch den Körper) lässt sich sicherstellen, dass der körperliche Bedarf gedeckt wird. Die Wirkung auf biologischer wie psychischer Ebene ist nicht zu unterschätzen. Jeder, der nach einer verregneten Woche fünf Minuten Sonne tanken kann, kennt das Phänomen. Alle Organe, Gewebe und Kompartimente werden einmal ausreichend gesättigt, was ein besseres Ineinandergreifen der beteiligten Stoffwechselprozesse ermöglicht. Freie Radikale in Blutbahn, Gewebe und Mitochondrien werden abgefangen, was die Anti-Aging-Funktion als Nebeneffekt birgt. Was darüber hinaus zu viel sein sollte, wird ausgeschieden.

Indikationen
(oxidativer) Stress, Erschöpfung (Fatigue), chronische Wunden, postoperativer Zustand, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Kopfschmerzen,
Infekte (Prophylaxe oder Therapie), Herpes, Adipositas, KHK (koronare Herzerkrankung), Fruktoseintoleranz u.v.m.
Rauchen, chronische Leiden mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme
Vitamin C ist für die Synthese der Steroidhormone (Adrenalin, Noradrenalin, Kortison) wie für die Kollagensynthese essentiell und spielt eine Rolle im Stoffwechsel der Aminosäuren- und Gallensäure. Entgiftungsprozesse in der Leber laufen mithilfe von Vitamin C ab. Eine Hochdosisinfusion erhöht die Rheologie (Blutfluss) wie die Gefäßintegrität (weniger Plaque), was zu einer Risikoreduktion kardiovaskulärer Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall) führen kann.
relative Kontraindikationen
- Nierensteine
- Asthma
- fortgeschrittene Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz
absolute Kontraindikationen
- Allergien gegen Inhaltsstoffe
- Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel (Favismus)
- Eisenspeicherkrankheiten (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie)
- schwere Herzinsuffizienz (NYHA III/IV), Leberzirrhose (Child-Pugh C) oder Niereninsuffizienz (GFR<30ml/min)